Presse

2017

Konzert mit dem Bachchor [Darmstädter Echo vom 05.09.207]

IV2017-09-05

 

Sinfoniekonzert 2017 [Darstädter Echo vom 02.05.2017]

SK2017o

2012

Heinerfestserenade 2012 [Darstädter Echo vom 03.07.2012]

DE03072012

 

2009 

Pathos und Leichtigkeit – Instrumentalverein: Respekt für solistische Leitungen des Konzerts in der Orangerie

 [Darmstädter Echo vom 24.03.2009] 

DARMSTADT. Von Silvia AdlerDrohendes Pathos bebt zu Beginn von Beethovens „Egmont“-Ouvertüre in den tiefen Fortissimo-Akkorden der Streicher, die Antwort der Bläser erfolgt zögernd, doch nicht weniger sehnsuchtsvoll. Mit geballter Klangkraft intonierte der Instrumentalverein Darmstadt am Sonntag zum Auftakt des Sinfoniekonzertes in der Orangerie das von leidenschaftlichem Freiheitsstreben geprägte Werk, das 1809 als Bühnenmusik zu Goethe Trauerspiel „Egmont“ konzipiert wurde. Unter der Leitung von Rhodri Britton formierten sich erfreulich intonationssichere Streicher und eindringlich aufspielende Bläser zu einem ausdrucksstarken Klangkörper. Mitgerissen von den vorwärtsdrängenden Tempi, die der Dirigent vorgab, ließ das Orchester den im dramatischen Hauptteil der Ouvertüre geschilderten Freiheitskampf plastisch werden.
Das gewaltsame Aufbegehren stand in reizvollem Gegensatz zu der heiteren Leichtigkeit des im Anschluss gespielten Klarinettenkonzerts in A-Dur, KV 622 von Mozart. Mit wunderbar geschmeidiger, schlanker Stimmführung durchmaß der Klarinettist Michael Schmidt vom sonnig-lichten Klang der oberen Register bis zur melancholisch gefärbten Tiefe das reiche Tonspektrum seines Instruments. Sein farbenreiches, klar akzentuiertes Spiel bestach besonders durch seine beredete Phrasierung. Auch wenn es den dicht besetzten Streichern für Mozart mitunter an Transparenz und Leichtigkeit fehlte, erwies sich das Orchester dabei doch als ein zuverlässiger und einfühlsamer Begleiter.
Eine schicksalhaft dunkle Stimmungslage kennzeichnet die Sinfonie Nr. 5 in e-Moll, op. 64 von Peter Tschaikowski. In spannungsgeladenen Fortepassagen ließ das Orchester heftige Emotionen aufbranden. Allerdings hätte eine stärkere Differenzierung der Dynamik die Wirkung noch deutlich gesteigert. Respekt verlangten besonders die solistischen Leistungen von Horn, Klarinette, Oboe und Posaunen im zweiten Satz der Sinfonie, die mit einem rasant vorgetragenen „Allegro vivace“ einen packenden Abschluss fand.

 

2008

Fanfaren zum Fest – Jubiläum: Der Instrumentalverein Darmstadt besteht 125 Jahre: Rhodri Britton dirigiert Werke von Walker, Rachmannow und Schumann

[Darmstädter Echo vom 29.04.2008]

DARMSTADT. Ein Loblied auf die Liebhaberorchester stimmte Ruth Wagner, Vorsitzende des Städtischen Kulturausschusses, an, als sie am Sonntag zu Beginn des Festkonzerts im Kleinen Haus des Staatstheaters anlässlich der 125-Jahr-Feier des Instrumentalvereins Grußworte sprach. Sie verwies darauf, dass es in Deutschland 600 „Dilettantenorchester“ gebe, von denen 400 über hundert Jahre alt seien, und sie betonte die bedeutsame Rolle der Musik als einer Kunst, die Sprachbarrieren überwinden könne. Zuvor hatte Heidemarie Ley-Köhler für den Vorstand des Instrumentalvereins alle Zuhörer begrüßt und stolz auf die Geschichte des Vereins zurückgeblickt, der durch 27 zumeist professionell ausgebildete Dirigenten betreut worden sei. Das Konzert begann mit einer Uraufführung: Der aus Wimbledon stammende Komponist Granville Walker, der seit 1980 in Deutschland lebt, hatte im Auftrag des Instrumentalvereins eine „Festouvertüre 1883“ geschrieben, die unter Rhodri Britton in Anwesenheit des Komponisten ihre umjubelte Premiere erlebte. Man hörte fanfarenartige Motive, wie sie bei einer Festmusik zu erwarten sind, man hörte packende Steigerungen des vollen Orchesters, aber auch dezente Töne, wie ein langes Flötensolo oder eine kurze Streicherepisode der Stimmführer. Nostalgische Töne, die an die Gründungszeit erinnern sollten, wechselten mit modernen Klängen, so dass sich in dieser effektvollen Ouvertüre Vergangenheit und Gegenwart trafen. Höhepunkt des Festkonzerts war die Aufführung des c-Moll-Klavierkonzerts von Rachmaninow. Mit der aus Johannesburg/Südafrika stammenden Pianistin Erika Le Roux hatte man eine Solistin verpflichtet, die nicht nur bereit war, intensiv mit Dirigent und Orchester zu proben, sondern die bei der Aufführung ihre souveräne Beherrschung des Werks bewies. Sie gestaltete den anspruchsvollen Klavierpart mit Temperament, Brillanz und Einfühlungsvermögen. Sie spielte mit Blickkontakt zu Dirigent und Orchester, und sie ging auch mit kraftvollem Anschlag in Führung, wenn es um das Herausarbeiten von Steigerungen ging. Das Orchester wuchs angesichts dieser Leistung über sich selbst hinaus, Streicher und Bläser legten sich mächtig ins Zeug, wussten sich aber auch zurückzuhalten, so dass ein überzeugendes Gesamtbild entstand. Le Roux spielte nach begeistertem Beifall eine zugleich poetische wie virtuose Zugabe: Schumanns Lied „Widmung“ in Liszts Bearbeitung. Zum Abschluss erklang Schumanns dritte Sinfonie in Es-Dur, die „Rheinische“, die wohl wegen ihres feierlichen Charakters für dieses Jubiläum gewählt worden war. Mit dem Beginn des ersten Satzes hatten Dirigent und Orchester einige Mühe, doch allmählich kam Schumanns vorandrängender Tonfall in geordnete Bahnen. Britton wählte gemessene Tempi für die Mittelsätze, und so glückten das Scherzo und der liedhafte dritte Satz im Zusammenspiel von Bläsern und Streichern sehr ansprechend. Der von den Blechbläsern bestimmte vierte Satz, der in seiner Feierlichkeit durch Eindrücke aus dem Kölner Dom geprägt sein soll, atmete Ruhe und Ernst, während das lebhafte Finale mit dem konzentrierten Einsatz aller Mitwirkenden zum krönenden Abschluss führte. Der anhaltende kräftige Applaus sollte Bestätigung fürs Erreichte und Ansporn für weitere Leistungen auf diesem Niveau sein.

 

 

2005

[Darmstädter Echo vom 05.07.2005]

DE050705

 

 

2004

[Darmstädter Echo vom 06.12.2004]

DE061204

 

 

2003

[Darmstädter Echo aus 07/2003]

DE080703

 

[Darmstädter Echo vom 16.03.2003]

SMM160303